1/14/2010

copy

ich hab ein total grosses mitteilungsbedürfnis. ich weiss nicht ob das gut oder schlecht ist.
heute stand ich für ein geschätztes jahrhundert lang am kopierer. zweisprachig ist total gut für kinderhirne, finkensalat, kinder sind wie bäume, aha. ich schweife natürlich ab. wühle mich durch, bis ganz nach hinten. irgendwo im timbuktu meines kopfes also denke ich an wahnsinn. wie wir uns in den wahnsinn gelacht haben, in einer nacht, im westen berlins. wie wir nicht aufhören konnten zu lachen und dann fast durchdrehten. ich überlege ob ich solche momente rekonstruieren kann. weil das leben ohne solche momente schlicht und ergreifend ein grosser mist wäre. geht natürlich nicht, das rekonstruieren. das amkopiererstehen macht mir schlechte laune. der kopierer hat einen namen, holger heisst er. steht ganz gross auf dem kopierer drauf. soll ich das witzig finden. nein, heute nicht.
ich wühle also weiter. schaue nach draussen und sehe ein echt junges paar. sie mit chicoree tasche und er, na man kann sichs ja denken. sie scheinen zu streiten. die armen die. ich freue mich ein bisschen und kopiere weiter. copycopycopy. ich will mein gesicht kopieren, es fest auf die scheibe drücken. dann mein antlitz im a3 format bestaunen.
das dann jemandem schenken der mich dafür zum milchkaffee einlädt. und so weiter, wie in einem sokolied. ich hab voll bock drauf. ich erschrecke ein bisschen, ich möchte nicht eines dieser mädchen sein die sich von facebooktests ernähren. wann kommt der prinz aufm gaul? ist er verliebt in dich? wie sexy bist du???
grosses igitt. (diese mädchen mögen auch total gerne romantische komödien und reihenhäuser und ihre kinder mal kevin nennen)
nein das ist was anderes. was ganz, ganz anderes. ich habe eine leise ahnung.

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