2/14/2013

paradoxon, eingeklammert, ein donnerstag

als ich um die ecke biege tanzt da ein penner. der ist glücklich, der penner, niemand kann ihm was. singt und tanzt und freut sich. ich freu mich für ihn und gehe an entsetzten kaffeegesichtern vorbei. ist auch noch sehr früh.

ein paar jahre später. die neben mir ist höchstens 15 und hat blumen und eine agent provocateur tüte auf dem tisch liegen. ob ich kurz darauf aufpassen kann, fragt es. ich lese weiter über tuches, über milchiges und fleischiges, lese irgendwelche wörter die ich noch nicht kenne, lese zeile um zeile, irgendwann nur noch zwischen den zeilen. ich starre buchstaben an und entgleise dann irgendwo zwischen seitenende und illusionen. da draussen ist das leben, und ich kann nicht mal ne fundierte ansage machen.

stella stars, der goldfisch, die bank, schlussendlich alles das gleiche. gleiche muster, vielleicht anfangs aufgefächert wie ein kaleidoskop,
aber nimm nur die röhre vom auge
dann kommt nur dunkel.


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